So setzen Zeitungen Akzente – Gegensätzliche Pegida-Einschätzung…

5. Februar 2015

Seestadtpresse Bremerhaven – Ein Politologe der TU Dresden hat laut Weser-Kurier vom 4. Februar 2015 „die bisher gründlichste Pegida-Studie vorgelegt“. Das Ergebnis laut WK: „Die… Bewegung besteht hauptsächlich aus ‚besorgten und empörten Gutwilligen‚.“ Die Nordsee-Zeitung setzt den Akzent auf derselben Informationsbasis ganz anders: „Viele Pegida-Anhänger extrem rechts“.

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Spiegelt sich in solchen geradezu gegensätzlichen Akzenten eigentlich eine politische Haltung der Redaktion?

Oder hängt es nur davon ab, welche politische Einstellung der jeweilige Redakteur zu dieser Problematik hat?

Oder ist die Wahrheit so biegsam, dass auch solche gegensätzlichen Darstellungen ohne Probleme zu rechtfertigen sind?

Eine denkbare Lehre: Leserinnen und Leser müssen in jedem Fall genau hinkucken, auf welche Figuren sie sich in unseren Medien jeweils verlassen sollen – und auf welche sie sich wirklich verlassen können.

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Jahrzehntelange gezielte Blindheit kennzeichnet die deutsche Politik im Umgang mit dem Rechtsextremismus – Interessantes von „Zapp“ und Schorlau…

26. Januar 2012

Seestadtpresse Bremerhaven – Wer das Trauerspiel des deutschen Umgangs mit dem Rechtsextremismus verfolgt hat, findet im >>>NDR-Medienmagazin „Zapp“ vom 25. Januar 2012 eine interessante weitere Facette.

Dort wird eine ehrgeizige konservative Familienministerin vorgestellt, deren Interesse an der Bekämpfung des Rechtsextremismus offensichtlich nur aus den aktuell damit verbundenen Karriere-Chancen erwächst.

Die unglaubliche Mordserie der sogenannten „Zwickauer Zelle“ lässt sich wohl doch nicht mehr so einfach unter den vom Verfassungsschutz großzügig rechtsgestrickten Teppich kehren…

Wer etwas mehr über den tatsächlichen Umgang mit dem Rechtsextremismus in den vergangenen Jahrzehnte erfahren will, dem sei Wolfgang Schorlaus Buch „Das München-Komplott“ mit Nachdruck empfohlen.

Es beleuchtet die Hintergründe des blutigen Anschlags auf das Münchener Oktoberfest am 26. September 1980. Das Buch ist leicht und spannend zu lesen, und es rückt noch einmal eine rabenschwarze Seite unserer politischen Alltäglichkeiten in den Blick.

Auf der >>>Webseite des Autors Wolfgang Schorlau gibt es außer den Hinweisen auf seine Bücher und den Leseproben auch eine Menge zusätzlicher Materialien zu den jeweils behandelten Problemen. Das gilt auch für das Münchener Attentat.