„Kampf-Radler“ gibt es, „Kampf-Autofahrer“ offensichtlich nicht – lrritierende Sachlichkeit in Berichten über rasende Autofahrer…


Seestadtpresse Bremerhaven – Wenn in unseren Zeitungen und auch in der Nordsee-Zeitung über rasende Autofahrer berichtet wird, fällt mir oftmals eine erstaunliche Sachlichkeit und Zurückhaltung bei der Wortwahl auf. Da rasen Leute mit mehr als 100 Stundenkilometern mitten durch die Stadt und gefährden andere Menschen – und das wird dann mitgeteilt, als habe dieser Mensch eine besondere Spitzenleistung erbracht: „Spitzenreiter mit Tempo 112“.

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Wenn von rasenden Radfahrern die Rede ist (und die können nur selten andere Menschen in einem solchen Ausmaß gefährden!), dann tauchen leicht einmal Begriffe wie „Kampf-Radler“ auf.

In Bremerhaven wird sogar bis heute die wirklich breite Fußgängerzone tagsüber für Radfahrer gesperrt, weil dort in früheren Zeiten rasende Radfahrer beobachtet wurden.

Von „Kampf-Autofahrern“ ist dagegen in unseren Zeitungen nie die Rede, obwohl der Begriff in manchen Zusammenhängen durchaus angebracht wäre.

Und dem Gedanken, man könnte Straßen sperren, weil dort zu häufig in wirklich gefährlicher Weise gerast wird, bin ich bisher auch noch nie begegnet!

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