Der Bremerhavener Hafentunnel ist und bleibt ein Unsinnsprojekt – Warnungen werden immer lauter…


Seestadtpresse Bremerhaven – Das in Bremerhaven geplante Monsterprojekt namens Hafentunnel war von Anfang eine unsinnige Geldvergeudung.

Im Verlauf der Planungsphase hat sich gezeigt, dass die Unsinnigkeit nicht kleiner geworden ist – im Gegenteil: Auch wenn weiterhin mit fehlerhaften Gutachten hantiert wird, sprechen die bekannt gewordenen Zahlen immer heftiger gegen das Projekt.

In seiner >>>Online-Ausgabe vom 22. Januar 2013 berichtet „Der Spiegel“ über explodierende Kosten für Prestigebauten. Zitat: <„Dummköpfe oder Lügner“ nennt Bent Flyvbjerg, Professor für Stadtplanung in Oxford, Manager von Großprojekten wie dem Berliner Flughafen. Ihre Kosten- und Bauzeitprognosen strotzten vor Naivität oder Unehrlichkeit.> (Hervorhebung DK) Deshalb müssen seiner Meinung nach die bisher gemachten Erfahrungen von vornherein als Zuschlag in die Berechnung der Kosten einbezogen werden.

Auf die auch in Bremerhaven nach oben korrigierten Kosten weist der Unternehmerverein Bremerhaven-Wesermünde in einer Pressemitteilung vom 22. Januar 2013 hin. Durch die erhöhten Kosten sei das Nutzen-Kosten-Verhältnis mittlerweile weiter ins Negative abgerutscht, stellt Jens Grotelüschen fest. Daher dürfe sich die Bundesregierung gar nicht mehr an der Finanzierung beteiligen.

Diese Feststellung werde erhärtet, wenn die feststellbare Aufteilung des Containertransports auf die Verkehrsträger Bahn und Auto einbezogen wird. Hier sorge die wachsende Bedeutung der Bahn für eine geringer werdende Bedeutung des Straßenverkehrs. Das sei auch dem 2011 aufgestellten Masterplan Hafeneisenbahn Bremerhaven zu entnehmen.

Immer deutlicher wird laut Grotelüschen die Tatsache, dass sich die Gutachten und Prognosen über den Anstieg des Schwerlastverkehrs auf der Cherbourger Straße als „nicht plausibel bzw. belastbar“ erwiesen haben.

Grotelüschen: „Genau das zeigt die Realität auf der Cherbourger Straße seit Jahren: Der Verkehr fließt, obwohl im Jahr 2012 sowohl der Container- als auch der Autoumschlag neue Umschlagsrekorde zeigten.“ Somit müsse davon ausgegangen werden, dass „der Planfeststellungsbeschluss auf einer ungenügenden Ermittlung der zukünftig zu erwartenden Verkehrsbelastungen“ basiere, „obwohl in den vergangenen vier Jahren neue Erkenntnisse vorlagen“.

Der Spiegel geht übrigens auch auf das Autobahnprojekt A 20 ein, insbesondere auf den geplanten neuen Elbtunnel.

Zitat aus dem Spiegel: „Die zu erwartenden Kosten sind unterdessen von 900 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Wie viel davon Private übernehmen könnten, ist völlig unklar. Ungeklärt ist auch, ob die vorgesehene Rendite von zehn Prozent für Investoren noch mit einer bezahlbaren Maut für Nutzer vereinbar ist. Kaum noch haltbar wäre das Vorhaben wohl, wenn der Elbtunnel mit Flyvbjerg-Zuschlag geplant werden müsste: Für Tunnelbauten hat der Ökonom eine durchschnittliche Preissteigerung von 34 Prozent errechnet: Auf Basis der aktuellen Schätzung müssten die öffentlichen Geldgeber dann sogar mit bis zu 1,6 Milliarden Euro rechnen.“

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