Verbale Eiertänze eines Amtsleiters des Bremerhavener Magistrats bestärken Misstrauen gegenüber Ausländerbehörde…


Seestadtpresse Bremerhaven – Die Arbeit unserer Ausländerbehörden ist mit Sicherheit kein tägliches Zuckerschlecken, denn die Anträge stellenden Personen haben sehr häufig kein einfaches Leben hinter sich und dürften daher in ihrem Auftreten nicht immer ausgeglichen und freundlich sein.

Allerdings lese ich in unseren regionalen und überregionalen Zeitungen immer wieder von Fällen, wo die bürokratischen Fallstricke zielgerichtet benutzt werden, um Anträge abzublocken. Daher scheint mir ein gewisses Maß an Misstrauen und Kontrolle sehr wohl berechtigt zu sein.

Und dieses Misstrauen wird bestärkt, wenn nach der Veröffentlichung einer kritischen Stellungnahme die zunächst ausgesprochene Ablehnung eines Antrags zurückgenommen und gleichzeitig mit verbaler Soße begossen wird, die keinen anderen Sinn haben kann als Verschleierung des tatsächlich Geschehenen.

Ich zitiere hier als Beispiel die eiertänzerische Formulierungskunst aus einer Pressemitteilung des Bremerhavener Magistrats vom 18. Januar 2013: >„Im vorliegenden Fall einer türkischen Mitbürgerin handelt es sich um den Antrag zur Aufnahme einer Arbeitnehmer-Tätigkeit. Diesem Antrag konnte nicht stattgegeben werden, da unter anderem die Voraussetzung dafür die Zustimmung der Arbeitsagentur ist. Diese Zustimmung wurde nicht erteilt“, stellt Horst Keipke klar. Gegen die Ablehnung des Antrags sei Widerspruch eingelegt worden. Da hiermit die nötigen Angaben zum Wechsel in ein Arbeitnehmer-Verhältnis korrigiert worden seien, könne nun dem Antrag stattgegeben werden.<

Was soll das denn heißen, dass „hiermit die nötigen Angaben zum Wechsel in ein Arbeitnehmer-Verhältnis korrigiert worden seien“?

Wer hat da Angaben korrigiert? Die Ausländerbehörde oder die Agentur für Arbeit? Und warum ist dies geschehen? Weil vorher fehlerhaft gehandelt wurde? Und fehlerhaft von wem? Was sind das überhaupt für „Angaben zum Wechsel in ein Arbeitnehmer-Verhältnis“?

Eins jedenfalls ist klar: Der Grund für die Ablehnung des ursprünglichen Antrags und der Grund für die Rücknahme der Ablehnung bleiben zielgerichtet im Dämmerlicht.

Das bestärkt den Verdacht, dass in der Arbeit der Ausländerbehörden eben doch nicht alles stets korrekt und menschenfreundlich abläuft.

Eine Antwort zu Verbale Eiertänze eines Amtsleiters des Bremerhavener Magistrats bestärken Misstrauen gegenüber Ausländerbehörde…

  1. Klaus Görke sagt:

    Der Artikel ist sehr vorsichtig formuliert.
    Auch geht es nicht um „die Ausländerbehörde“ die sich
    als Behörde für „Ausländerwesen“ bezeichnet. Toller
    Begriff. Nun lassen wir das „Wesen“. Es geht um die
    dort beschäftigten MitarbeiterInnen, sicher nicht alle,
    aber ein Teil von ihnen sollte irgendwo in einem Archiv oder wo sonst kein Publikumsverkehr stattfindet, untergebracht werden. Ihnen fehlt die „soziale Kompetenz“
    wie man so schön sagt. Obwohl, mobben, beleidigen, Angst und Schrecken verbreiten gehören auch zur „sozialen Kompetenz“.
    Also reichen hier Anstand und Fairniss.
    So. Punkt.
    Klaus

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