Bremer Institut BIAJ vermutet beim Jobcenter Bremerhaven rechtswidriges Handeln beim Erstellen der Hartz-IV-Statistik…


Seestadtpresse Bremerhaven – In einer Stellungnahme zur Merkwürdigkeit in der Bremerhavener Hartz-IV-Statistik, wie sie in der >>>Seestadtpresse jüngst geschildert wurde, machte Alexander Niedermeier deutlich, dass der große Rückgang der Kinderzahl in den Bremerhavener Bedarfsgemeinschaften mit der großen Zahl Alleinerziehender in Bremerhaven erklärt werden könne (sein Beitrag ist >>>hier vollständig nachzulesen).

Laut Niedermeier wurden die Bremerhavener Alleinerziehenden aufgefordert, Wohngeld für die Kinder zu beantragen. Durch die damit ausgelösten Zahlungen aus unterschiedlichen Quellen seien Kinder bis zum Alter von 12 Jahren aus der Statistik herausgefallen.

Auf diese Darstellung antwortet Paul M. Schröder vom BIAJ folgendermaßen:

„Das ist offensichtlich die „richtige Erklärung“ für das „Verschwinden von Kindern“ aus SGB II-Bedarfsgemeinschaften.
Aber gemäß der für die Statistik der Grundsicherung geltenden Weisungen gilt: „Zu den Personen im SGB II werden auch jene Kinder gezählt, die durch anrechenbares Einkommen vor allem aus Kindergeld, Unterhalt, Ausbildungsentgelt etc. ihren individuellen Bedarf decken können.“ (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Kurzinformationen/Generische-Publikationen/Statistik-erklaert/201201-Statistik-erklaert.pdf, Seite 26).
Das heißt, auch Kinder, deren Bedarf durch andere Leistungen individuell gedeckt wird, müssen (!) weiter als Personen in Bedarfsgemeinschaften gezählt werden. Dass dies nicht immer der Fall ist haben wir bereits vor über drei Jahren in „‚Kinder-Wellen‘ an der niedersächsischen Nordseeküste“ aufgezeigt (http://biaj.de/archiv-kurzmitteilungen/36-texte-biaj-kurzmitteilungen/99-qkinder-wellenq-an-der-niedersaechsischen-nordseekueste.html.
Das Jobcenter Bremerhaven hat offensichtlich ab Juli 2011 in erheblichem Umfang gegen die für die Statistik der Grundsicherung geltenden Weisungen verstoßen und so rechtswidrig innerhalb von nur vier Monaten eine deutliche Senkung der Hilfequote und eine deutliche Verbesserung im Negativ-Ranking der Jobcenter erreicht: von 1 auf  7 von 402. (siehe hier: http://biaj.de/archiv-kurzmitteilungen/36-texte-biaj-kurzmitteilungen/222-top-10-kinder-u15-sgb2-jun-okt-2011.html.

Eine Antwort zu Bremer Institut BIAJ vermutet beim Jobcenter Bremerhaven rechtswidriges Handeln beim Erstellen der Hartz-IV-Statistik…

  1. […] Seestadtpresse Bremerhaven – Genaues Hinsehen zahlt sich gelegentlich aus: Die >>>Analyse des Bremer Instituts BIAJ ist vollkommen korrekt – die Bremerhavener Hartz-IV-Statistik wurde tatsächlich verfälscht. […]

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