EU-Politik befördert Verelendung der kleinen Leute in Griechenland, während die Millionäre geschont werden – Erläuterungen des Experten Joachim Jahnke…


Seestadtpresse Bremerhaven – Der Wirtschafts- und Bankenexperte Joachim Jahnke betreibt seit längerer Zeit die von mir bereits mehrfach mit Nachdruck empfohlene >>>Webseite „Informationsportal Deutschland & Globalisierung“.

In einem Rundbrief vom 23. Februar 2012 schreibt Jahnke über die EU-Politik gegenüber Griechenland: „Statt sich das Geld für die Sanierung des (griechischen) Staatshaushalts wenigstens teilweise bei den zahlreichen reichen Griechen zu holen und das in die Schweiz, nach Großbritannien, Deutschland und sonst wohin >>>steuergeflüchtete Kapital zu verfolgen, werden in Griechenland auf Druck der Gläubiger die Arbeitseinkommen und Renten abgesenkt.

Dabei hat laut Jahnke das oberste Fünftel der griechischen Gesellschaft ein fast sechsmal höheres Einkommen als das unterste Fünftel (in Deutschland sind es 4,5-mal so viel) – eine Situation, die nur noch von Spanien übertroffen werde.

Jahnke weiter: „Selbst die amtlich berechneten griechischen Steuerrückstände bewegen sich in der Größenordnung von ca. 41 Milliarden Euro. Davon sind 90 Prozent bei 6.500 Einzelpersonen und 8.200 Firmen zu finden.“

Insbesondere wegen dieser nicht eingetriebenen Steuern müssten in Griechenland „wieder einmal die kleinen Leute für das Sparprogramm bluten“. Die griechischen Arbeitnehmer hätten sich zwar von einem relativ niedrigen Niveau ausgehend zwischen den Jahren 2000 und 2010 Lohnsteigerungen von erstaunlichen 38,2 Prozent erkämpft. Diese seien aber durch die Inflation in Höhe von 39,8 Prozent mehr als aufgefressen worden.

Jahnke ist überzeugt, dass alle diese Opfer umsonst sein werden: „Das Sparprogramm drückt auf die öffentliche und private Nachfrage und lässt die griechische Wirtschaft in den Keller gehen und zugleich die Arbeitslosigkeit explodieren. Die Folge sind weniger Steuereinnahmen und ein höheres Staatsdefizit bei einer absaufenden Wirtschaftsleistung, an der gemessen dann die Verschuldungsquote weiter ansteigt.“

Die jetzt von den EU-Regierungen bewilligten weiteren 130 Milliarden Euro werden laut Jahnke zum großen Teil unmittelbar den Spekulanten in griechischen Staatsanleihen zugute kommen.

In den aktuellen Daten zur wirtschaftlichen Lage in Griechenland kann Jahnke keinerlei Lichtblick erkennen: „Die Kurven zeigen überzeugend, wie aussichtslos die griechische Wirtschaft abschmiert… Seit 2008 ist die Industrieproduktion um ein Viertel eingebrochen. Ausrüstungsinvestitionen in die Zukunft des Landes fielen um 40 Prozent. Die Arbeitslosenquote explodierte im selben Zeitraum von 8 Prozent auf 21 Prozent, bei Jugendlichen unter 25 Jahren sogar auf 48 Prozent.“

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