Nordsee-Zeitung mit eisernen Prinzipien: Auch wenn Kolze drin ist, darf nicht Kolze draufstehen…


Seestadtpresse Bremerhaven – Es gibt immer wieder mal ganz kleine Geschichten vom Rande des Geschehens. Sie können für ein wenig Vergnüglichkeit sorgen und ganz nebenbei auch noch die Kleingeistigkeit mancher Akteure aufdecken.

Eine dieser Geschichten geht so: Am Montag, dem 12. September 2011, berichtete die Nordsee-Zeitung über die Eröffnungsgala im Bremerhavener Stadttheater. In diesem Zusammenhang wurde der Herzlieb-Kohut-Preis verliehen.

Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an den Chor des Stadttheaters. Er wurde zurecht kräftig gelobt, unter anderem für sein fulminantes Agieren in der Oper „Peter Grimes“ und für seine Spielfreude in der Verdi-Oper „König für einen Tag“ („Un giorno di regno“).

In der Laudatio hatte die dreiköpfige Jury auch eine Bemerkung des Journalisten Detlef Kolze erwähnt. Der hatte in seinem Seestadtpresse-Blog über „Un giorno di regno“ geschrieben: „Man muss sich beispielsweise einmal ansehen, wie eines der Chormitglieder auf der Leiter ein Ei zu kochen versucht und dabei Slapstick erster Güte vorführt.“

Im Bericht der Nordsee-Zeitung über die Preisverleihung taucht dieser Satz ebenfalls auf: „Man muss sich beispielsweise einmal ansehen, wie eines der Chormitglieder auf der Leiter ein Ei zu kochen versucht und dabei Slapstick erster Güte vorführt.“

Allerdings durfte in der Nordsee-Zeitung keinesfalls der Name Kolze als Urheber dieses Satzes erscheinen. Daher war dort nur noch zurückhaltend vom „Satz eines Kritikers“ die Rede.

Auch wenn es sich um eine wirkliche Kleinigkeit vom Rande des Geschehens handelt: Ist doch niedlich, diese verhutschelte Kleingeistigkeit – oder?

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