Suche nach Alternativen zum kapitalistischen Durcheinander – Deutschlandradio Kultur über ein Projekt an der Universität Jena…


Seestadtpresse Bremerhaven – Das kapitalistisch organisierte Wirtschafts- und Gesellschaftssystem befindet sich deutlich erkennbar im Abstieg – darin sind sich kritische Wissenschaftler einig.

Diese negative Diagnose gilt insbesondere für die heutige neoliberale Ausprägung des Kapitalismus, die in geradezu grotesker Weise die Finanzspekulationen als gesellschaftliches Steuerungsinstrument erkoren hat. Alles dreht sich um diesen Finanzsektor, der nichts anderes zustande bringen kann als das Ausplündern der Aktivitäten in der Realwirtschaft.

Drei Soziologieprofessoren der Universität Jena haben dazu ein interessantes Projekt auf den Weg gebracht, über das >>>„Deutschlandradio Kultur“ am 25. August 2011 berichtete. Überschrift: „Zeit lässt sich nicht steigern – Die sozialen Folgen des Wachstumszwangs“. Wer sich die Sendung anhören möchte, gelangt durch einen >>>Klick an dieser Stelle zur Audio-Datei.

Die drei Jenaer Wissenschaftler Hartmut Rosa, Klaus Dörre und Stephan Lessenich skizzieren in der Sendung ihr Vorhaben und wollen ein anderes „Wirtschaftssystem denken, das viele Vorteile der Konkurrenzwirtschaft erhält, aber nicht auf Wachstum angewiesen ist“.

Es sollen Formen von politischer Steuerung herausgearbeitet werden, „die nicht auf Wachstum und Beschleunigung per se angewiesen sind, um zu existieren“.

Und sie möchten deutlich machen, dass das gesellschaftliche Leben nicht länger stumpfsinnig hinter angeblich alternativlosen wirtschaftlichen Zwängen hinterher hecheln darf, sondern dass es um ein „gelingendes Leben“ für möglichst alle Menschen gehen muss.

Wer sich das Durcheinander im aktuellen Wirtschaftsgeschehen und in der globalen Politik ankuckt, kann die Notwendigkeit neuer Gedanken und Konzepte wohl nicht länger einfach als unsinnig oder illusionär beiseite schieben.

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