Eigenartige Rechenkünste der Nordsee-Zeitung bei Windkraftanlage bestärken Skepsis gegenüber anderen Zahlenangaben…


Seestadtpresse Bremerhaven – Kleinigkeiten sorgen oft für die Würze im medialen Leben. Da hält es bleistiftsweise (Heinz Erhardt) die Redaktion der Nordsee-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 23. August 2011 doch tatsächlich für möglich, dass sich eine Windkraftanlage bei einer Nabenhöhe von „nur 44 Metern“ bis zur Spitze der Rotorblätter „rund 100 Meter in die Höhe streckt“.

Allerdings dürften solche kuriosen Spitzenleistungen der Bremerhavener Windenergiebranche, bei denen sich die Rotorblätter tief ins Erdreich graben müssten, eher mit mangelnden Rechenkünsten und zu großem Zeitdruck zusammenhängen als mit ernsthafter Ingenieurkunst.

Wer ein wenig im Netz herumblättert, findet die Information, dass die hier erwähnte 900-kW-Anlage der Firma PowerWind einen Rotorblattdurchmesser von 56 Metern hat, so dass es mit einer Gesamthöhe von „über 100 Metern“ nicht so recht hinkommen kann.

Da hat in der NZ-Redaktion wohl jemand die Nabenhöhe und den Durchmesser der Rotorblätter ganz einfach zusammengezählt, und keiner hat’s gemerkt.

Was sagt uns das? Einer Redaktion, der solche eigenartigen Rechenkünste nicht auffallen, sollte man sicherheitshalber auch bei anderen Zahlenangaben mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen, etwa wenn es um die Arbeitslosenstatistik, die Vermögensverteilung oder die Bildungsstatistiken geht…

Eine Antwort zu Eigenartige Rechenkünste der Nordsee-Zeitung bei Windkraftanlage bestärken Skepsis gegenüber anderen Zahlenangaben…

  1. Peter Meyer sagt:

    Apropos Arbeitslosenstatistik, ich habe neulich zufällig eine ganz interessante Aufstellung gehört. Demnach sieht es folgendermaßen aus.
    Registrierte Arbeitslose                            3,2 Mio
    nicht registrierte                                  1.8 Mio
    befristet Beschäftigte                              2,7 Mio
    Teilzeit Beschäftigte                               8,7 Mio
    geringfügig Beschäftigte                          4,8 Mio
    Leiharbeiter                               800.000- 1.0 Mio
     
    dazu kommen noch 1 Mio scheinselbstständige, welche auch nicht gerade die Mega-Kohle in die Staatskasse spülen.

    Da stellt sich natürlich die Frage, warum uns immer nur um die drei Mio. verkauft werden. Na ja, der BRD-Durchschittsuntertan glaubt natürlich, was die Obrigkeit ihnen vorlügt.

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