Gegner des Bremerhavener Hafentunnels werfen den Grünen „Einknicken“ vor und sprechen von „Wählerverrat“ – Kritik auch an der Parteilichkeit der Nordsee-Zeitung…


Seestadtpresse Bremerhaven – Mit großer Enttäuschung und Empörung reagieren die Gegner des Bremerhavener Hafentunnels parallel zur Cherbourger Straße auf das „Einknicken“ der Grünen, die jetzt im Gegensatz zu ihrer früheren kritischen Haltung zu diesem Bauvorhaben „Ja“ sagen.

„Die Aussicht auf Regierungsbeteiligung, Macht und Geld läßt also auch die Grünen ihre Grundsätze und ihr Parteiprogramm vergessen und letztendlich Verrat am Wähler begehen“, heißt es auf der Webseite der Tunnelgegner, einer „Allianz gegen Steuerverschwendung in Bremerhaven“.

In einer Kommentierung der Berichterstattung des Sonntagsjournals vom 26. Juni 2011 heißt es auf derselben Webseite: „Man muss sich auch die Frage stellen, ob die Grünen noch eine ökologische Partei sind, die sich für die Umwelt einsetzt? Denn wer den Hafentunnel mitträgt, trägt auch Schuld daran, dass 88 000 m² Waldfäche vernichtet werden und große Mengen CO₂ durch Abtragung des Moors freigesetzt werden. So etwas macht man als ökologische Partei nicht.“

Die Tunnelgegner weisen darauf hin, dass ein Stopp der Planungen die Stadt Bremerhaven noch vor hohen Kosten und Folgekosten bewahren könne.

Der Nordsee-Zeitung halten die Tunnelgegner vor, sie mache „mit verächtlicher Wortwahl“ ihre Voreingenommenheit sehr deutlich, beispielsweise mit den Formulierungen «die Tunnel-Kröte schlucken» und «die Kuh vom Eis holen».

Dieser Stil komme dem der Bild-Zeitung sehr nahe. Die Parteilichkeit der NZ sei daraus abzulesen, dass sie den Schwenk der Grünen als „vernünftig“ und als angeblich einzig richtige Haltung darstelle. Kommentar der Tunnelgegner: „Es hat schon seinen Grund, weshalb die Grundsätze «unabhängig» und «überparteilich» von der Titelseite der NZ verschwunden sind.“

Für die Bremerhavener CDU wundert sich Paul Bödeker über die wackelige Tunnel-Politik der Grünen. Sie sei nur als Folge von Unfähigkeit oder von Wählertäuschung zu erklären.

Im einzelnen kritisiert Bödeker, dass die Grünen sowohl in der Frage einer Projektsteuerung durch die DEGES statt durch die BIS als auch in Bezug auf den Bremerhavener Anteil von sieben Millionen Euro „für die Anbindung der stadtbremischen Häfen in Bremerhaven an das Autobahnnetz“ ihre kritischen Positionen beiseite gepackt hätten. Auch die Forderung nach einer neuerlichen Verkehrszählung sei aufgegeben worden.

Paul Bödeker stellt fest, „dass die Grünen nicht in der Lage sind, ihre Wahlversprechen durchzusetzen“.

Eine Antwort zu Gegner des Bremerhavener Hafentunnels werfen den Grünen „Einknicken“ vor und sprechen von „Wählerverrat“ – Kritik auch an der Parteilichkeit der Nordsee-Zeitung…

  1. Thorsten Ossenfort sagt:

    Den Grünen wurde von der SPD die Pistole auf die Brust gesetzt. „Entweder Ihr stimmt für den Hafentunnelbau , oder wir machen die Koalition mit der CDU.

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