Terrorismusbekämpfung am Bremerhavener Weserdeich? – Fußgänger und Radfahrer werden ausgebremst und fehlgeleitet…


Seestadtpresse Bremerhaven – Ärgerliche Dinge hat der menschliche Alltag in ausreichender Zahl zu bieten.Warum sollte das in Bremerhaven anders sein?

In puncto Fußgänger und Radfahrer ist hier mehrfach auf das Verhalten der Hafengesellschaft Bremenports eingegangen worden, die beispielsweise den Weser-Radweg im Süden der Stadt in Richtung Dedesdorf ohne größeren öffentlichen Protest aus fadenscheinigen Gründen für mehr als ein Jahr sperrt.

Eine irritierendes Beispiel findet sich auch auf der Straße vor der nagelneuen Kaiserschleuse.

Was soll dieser Eingriff in den Verkehr, der das Radfahren auf der Kaiserschleuse mit einem Verbot belegt? Das Tempo des Autoverkehrs ist hier ohnehin reduziert, so dass Radfahrer genau so schnell wie die Autos unterwegs sein können.

Wie klein das Interesse an Radfahrern und Fußgängern ist, zeigt auch die merkwürdige Sackgasse für Fußgänger auf dem Deich vor der Kaiserschleuse.

Das bedeutet für Fußgänger, dass sie sich auf dem Weg zur Kaiserschleuse direkt in die Blech-, Beton- und Asphaltlandschaften begeben müssen, weil der Weg auf dem Deich vor einem monströsen Drahtzaun endet.

Muss auch hier wieder einmal die vorgeschobene Terrorismusbekämpfung für allerlei Unsinn herhalten?

P.S. Ich bitte um Beachtung der Hinweise und Argumente in den Leserkommentaren zu diesem Thema!

3 Antworten zu Terrorismusbekämpfung am Bremerhavener Weserdeich? – Fußgänger und Radfahrer werden ausgebremst und fehlgeleitet…

  1. Christian Peters sagt:

    Das Zeichen „Fußweg“ gilt nur für den rechten Bereich der Straße, nämlich FÜR DEN FUSSWEG. Ebenso gilt das Zusatzzeichen nur für den Fußweg:
    „Da auf Gehwegen ohnehin nicht Rad gefahren werden darf, enthält diese Kombination der Schilder keine Anordnung, die nur über ein reines „Fußgänger“-Zeichen (Zeichen 239) hinaus ginge. Das Zusatzzeichen hängt damit sogar illegal hier herum (vgl. die VwV zu den §§ 39 bis 43 StVO I). [..] Ausgenommen, es wurde für Kinder (bis einschließlich 9 Jahre) aufgestellt, die auf Gehwegen Rad fahren dürfen. Allerdings ist auch dann die Anordnung, die es treffen soll, unklar.“ (Bernd Sluka)
    Fußgänger dürfen dort ein Fahrrad schieben. Bei hohem Fußgängerverkehr auf dem Fußweg müssen sie dies aber auf der Fahrbahn tun. Für die Fahrbahn hat das Zusatzzeichen keine Bedeutung, so dass völlig entspannt dort geradelt werden darf. Zum Zusatzschild „Radfahrer absteigen“ möchte ich auf die Seiten von Bernd Sluka verweisen. Unter http://www.bernd.sluka.de/ findet sich einiges Interessantes.

    • Volker Heigenmooser sagt:

      Wenn ich richtig unterrichtet bin, gibt es in Bremerhaven ein Abkommen bzw. eine Vereinbarung zwischen den bauenden Ämtern und dem ADFC, dass in Bremerhaven das völlig sinnlose, aber ärgerliche und diskriminierende Schild „Radfahrer absteigen“ nicht mehr verwendet wird. An der Kaiserschleuse befindet sich der Mensch aber in Bremen, wo bislang und wohl auch in Zukunft eine rot-grüne Koalition regiert, die sich die Förderung des Radverkehrs auf die Fahnen und in den Koalitionsvertrag geschrieben hatte. Offensichtlich gibt es bei der privatisierten Hafenbehörde, die als solche nun Bremen Ports heißt, Planer und Ingenieure, die der politische Wille offensichtlich nicht stört. Die planen so groß, dass sie das Kleine, sprich die Radfahrer und Fußgänger glatt übersehen. Es wird Zeit, dass die Geschäftführung von den zuständigen Politikerinnen und Politiker eine klare Anweisung erhalten, die ökologisch verträglichsten Verkehrsmittel nicht zu benachteiligen.

      • Christian Peters sagt:

        Ein Abkommen ist das nicht, da die StVO nicht verhandelbar ist (was allerdings viele Verantwortliche nicht zu wissen scheinen). Aber richtig: die Stadt hat vor ein paar Jahren öffentlichkeitswirksam verkündet, dass zukünftig auf dieses Schild verzichtet werden soll. Da aber keine Kontrolle stattfindet und da einige Verantwortliche es „besonders gut“ mit den Radfahrern meinen, wird dieses Schild weiterhin fleißig angeschraubt. Was man an fast allen Baustellen dieser Stadt und nun auch an der Schleuse bewundern kann.
        Zur Benachteiligung: In Bremen und Bremerhaven ist kein Platz für ökologisch verträgliche Verkehrsmittel, wenn nur einige Betriebsführungen mosern, dass ihre Kfz nicht freie Fahrt haben KÖNNTEN. Da unterstützt die Politik schon mal im vorauseilendem Gehorsam die Verdrängung der Radler – natürlich nur aus Sicherheitsaspekten.

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