Standortpolitik auf Kosten der Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger? – Droht eine Sperrung des Fuß- und Radwegs auf dem Deich südlich der Doppelschleuse?


Seestadtpresse Bremerhaven – Mit dem geplanten Offshore-Terminal will die Stadt Bremerhaven ihre Struktur- und Standortpolitik zur Unternehmensförderung weiter fortsetzen.

Im Rahmen dieser Förderunspolitik spielen die Interessen und Einwände der Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger stets eine untergeordnete Rolle. Wirtschaftsförderung soll neue Arbeitsplätze bringen, und dafür darf kein Preis zu hoch sein, lautet die Parole.

Diese Argumentation lässt sich nicht einfach vom Tisch wischen, aber gleichwohl ist  zumindest auf Kollateralschäden durch den Vollzug dieser Wirtschaftsförderung aufmerksam zu machen.

Ein Beispiel: Der geplante Offshore-Terminal soll die Wasserkante am Weserdeich mit dem Flughafengelände verbinden. Das bedeutet, dass die jetzt noch vorhandene Verbindung für Radfahrer und Fußgänger von der Stadtmitte in Richtung Süden unterbrochen werden muss.

Die gewundene Antwort von Bremenports auf eine Anfrage von Seestadtpresse macht das sehr deutlich:

„Wie die Fußgänger und Radfahrer nach der Fertigstellung des Offshore-Terminals an der Anlage vorbeigeführt werden, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Dies ist im Laufe der weiteren Planung mit den städtischen Verkehrsplanern und der BIS (zuständig für die Erschließungsplanung) abzustimmen.

Wir gehen zusammen mit der BIS davon aus, dass eine Lösung gefunden wird, die den Interessen der Fußgänger und Radfahrer weitgehend entgegenkommt.“ (Hervorhebungen DK)

Wenn die so eiertänzerisch angekündigte Regelung beim Offshore-Terminal den Fußgängern und Radfahrer ebenso weit entgegenkommt wie jetzt auf der Strecke südlich des früheren Lunesiels, dann ist das nicht besonders erquicklich: Denn diese Strecke, die immerhin als offizielle Route des Weser-Radwegs fungiert, wird aus Gründen der Sicherheit trotz mehrerer Proteste vollständig gesperrt bleiben.

2 Antworten zu Standortpolitik auf Kosten der Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger? – Droht eine Sperrung des Fuß- und Radwegs auf dem Deich südlich der Doppelschleuse?

  1. Klaus Görke sagt:

    Radwege weg …
    das ist ein Beitrag zur Profilierung
    zur „Klimastadt“ Bremerhaven.
    Klaus Görke

  2. christian peters sagt:

    Radfahrer und Fußgänger werden hier zu Gegend von den Verantwortlichen gerne als Freizeit-Menschen wahrgenomme, um die sie sich nicht zu kümmern brauchen. Eventuell vorhandene Bedürfnisse dieser Gruppen können nur nachrangig sein und sind somit wirtschaftlich von geringer Bedeutung und zu vernachlässigen. Eine Handlungsweise aus der Steinzeit der Vekehrspolitik – und hier leider üblich.
    Christian Peters

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: