Solidarische Hilfe in Lebensgefahr – Der einzigen unabhängigen Bremerhavener Beratungsstelle für einkommenschwache Bürger droht das Aus…


Der „Solidarischen Hilfe“ droht das Aus – mit diesem Alarmruf wendet sich der seit Jahren in Bremerhaven aktive Selbsthilfeverein an die Öffentlichkeit.

Für Montag, den 9. Mai um 10 Uhr, ruft die Solidarische Hilfe zu einer Demonstration vor dem Stadthaus III (Jobcenter) auf.

Hier wesentliche Auszüge aus der Presseerklärung der Solidarischen Hilfe:

„Zwei von drei Fachkräfte der ‚Solidarischen Hilfe‘, die bisher mit geförderten Maßnahmen des Jobcenters schmal finanziert wurden, sollen durch fachfremde Ein-Euro-Jobber ersetzt werden. Diese werden die erforderliche Arbeit nicht leisten können. Sie werden für nur sieben Monate eingesetzt. In dieser Zeit kann sich niemand die notwendigen Fachkenntnisse zum ALG II, im Bereich der Sozialhilfe, der Grundsicherung , Wohn- und Kindergeld und angrenzender Bereiche aneignen…

Deshalb ist es notwendig, die zwei vorhandene Fachkräfte weiterhin mit Maßnahmen zu sichern.

Parteienvertreter und Oberbürgermeister Grantz haben Hilfe versprochen. Konkrete Ergebnisse oder Vorschläge lassen bis jetzt auf sich warten…

Das Jobcenter leistet keine unabhängige Beratung und Hilfe. Dazu fehlt dort die Zeit und häufig auch der Wille. Eine unabhängige Beratung und Hilfe ist aber notwendig. Viele Menschen, die vom Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe leben müssen, sind mit den komplizierten Sozialgesetzen und dazu erlassenen Verwaltungsanweisungen nicht vertraut und zu häufig können sie ihre Rechte gegenüber der Behörde alleine nicht durchsetzen.

Der großen Zahl armer Leute, denen ein Arbeitsplatz nicht mal angeboten werden kann, wird so die Möglichkeit genommen, sich kostenlos fachliche Beratung und Hilfe zu holen, während Gutbetuchte Steuerberater und Anwälte bezahlen können, um zu ihrem Recht zu kommen.

Das alles sehen viele Menschen in der Stadt als ungerecht an, – und das ist es auch.“

Die Solidarische Hilfe zeigt sich überzeugt, dass dafür kein zusätzliches Geld eingesetzt werden muss. Es sei nur notwendig, zwei Maßnahmen entweder zu verlängern oder über Bürgerarbeit abzusichern.

Das Büro der Solidarischen Hilfe ist im Stadtteil Lehe in der Stresemannstr. 168 zu finden. Telefonisch ist es unter 0471-501761 zu erreichen, per e-Mail unter Solidarische.Hilfe@nord-com.net.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: