Seestadtpresse Bremerhaven – Ein schönes Beispiel für die Käuflichkeit und Unbedarftheit von Journalisten liefert wieder mal das NDR-Medienmagazin “Zapp”.
In seiner Ausgabe vom 21. September 2011 zeigt “Zapp” am Beispiel von Autojournalisten, wie deren “Gewogenheit” mit Rundumbetreuung durch die Konzerne herbeigezaubert wird.
Wer später die Berichte über neue Automodelle liest, entdeckt leicht zahlreiche Beispiele für die Gewogenheit der Journalisten…
Und: Diese Art der Gewogenheit für bestimmte Produkte oder Institutionen oder Einrichtungen kann in unserer Presse auch bei anderen Gruppen von Journalisten mit einem ganzen Bündel von Instrumenten und Verlockungen hergestellt werden.
Zum “Zapp”-Bericht geht es durch einen >>>Klick an dieser Stelle.
“Aufklärungsjournalismus”. Wer wollte da die Hand dafür ins Feuer legen, dass andere Berichte nicht unter ebensolchen Eindrücken entstanden sind? Wie kann man sich über Lobbyisten in der Politik aufregen, wenn man selber nicht besser ist? Sga ich ja immer: jedes Volk hat seine Regierung verdient. Ist allerdings leider nicht von mir.
Ich weiß nicht, wie oft ich in letzter Zeit diesen Spruch “jedes Volk hat seine Regierung verdient” gelesen habe. Auf den ersten Blick trifft er vielleicht zu, aber, bei näherer Betrachtung ist es der größte Blödsinn.
Ich weiß nicht, ob Sie sich mal die Mühe gemacht haben, die Ergebnisse der sieben Landtagswahlen, diesen Jahres, genauer zu betrachten.
Mit Ausnahme von Hamburg, wo gemessen an der Wahlbeteiligung, 28 % der Menschen dafür gesorgt haben, dass die SPD machen kann was sie will, und eventuell noch Baden-Württemberg mit 26 %, immer von den Parteien mit den meisten Stimmen ausgehend, die Parteien der anderen fünf Bundesländer nur 1/5 bzw. 1/6 der Stimmen bekommen haben.
Ich bin der Meinung, dass selbst in Hamburg, wo nur knapp über ein Viertel der Hamburger die SPD wollen, der SPD jegliche Legitimation zum Regieren fehlt.
MfG Peter Meyer
Es ging mir nicht um Parteien und Wahlen etc., sondern um Ethik und Moral und ähnlichen Blödsinn.
Ok, verstehe ich. Über Ethik und Moral werde ich mich jetzt nicht auslassen, ich fürchte über soviel “Tinte” verfügt mein Rechner nicht.
MfG Peter Meyer
Über Ethik und Moral sollte man meiner Meinung nach nicht allzu leichtfertig hinweg glitschen. Auch wenn sich jemand nicht ausdrücklich damit beschäftigt, nimmt er meistens sämtliche Maßstäbe zur Beurteilung politischer Entwicklungen genau aus diesem Bereich von Ethik und Moral.
Dass diese Maßstäbe im politischen und gesellschaftlichen Alltag so oft missachtet werden, ist genau das Problem.
Das illustrieren auch alle die Menschen, die sich über Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft zu Wort melden. Sie reden letzten Endes immer auch über Ethik und Moral, selbst wenn sie darüber vielleicht gar nicht besonders viele Kenntnisse besitzen.
Noch eine Anmerkung zu den Wahlen: Selbstverständlich schwächt die geringe Wahlbeteiligung die Legitimation der Wahlgewinner. Dass ihnen “jegliche Legitimation” fehlt, halte ich für falsch, denn diese Gewinner haben im Vergleich zu anderen Parteien zumindest immer noch eine erkennbar größere Legitimation – oder?
Ich sehe es nicht so, weil diese “Gewinner “, wie Sie es nennen, in meinen Augen eben keine Gewinner sind. Die sind nur von den Medien gepuscht, mehr nicht.
Ich denke, meine Kenntnis über Moral reicht aus, um zu erkennen, dass das, was die Medien machen, höchst unmoralisch ist.