Spadener See weiter verrammelt – Ein Beispiel für die Dämlichkeit der Privatisierer öffentlichen Eigentums…


Seestadtpresse Bremerhaven – Wer gegenwärtig den Spadener See (abseits des Campingplatzes) besuchen möchte, findet nur verrammelte Türen. Ein wunderbarer See in der Nähe Bremerhavens, der für die Öffentlichkeit verschlossen bleibt.

Ist das nur eine Folge des gegenwärtig laufenden Insolvenzverfahrens?

Nein – das legt zumindest eine Information aus dem Sonntagsjournal vom 22. Mai 2011 nahe. Danach bestätigte jetzt der Bürgermeister der Gemeinde Schiffdorf, dass der öffentliche Zugang zum See nicht im Grundbuch eingetragen ist.

Das bedeutet, dass sich die öffentlichen Verkäufer des Spadener Sees an die Familie Dittmann seinerzeit auf irgendwelche Zusagen verlassen haben, ohne dies juristisch wasserfest gemacht zu haben.

Folglich sitzen die Verantwortlichen nun in peinlicher Lage da und hoffen einfach ein bisschen vor sich hin. Man müsse sehen, wie das Insolvenzverfahren ausgeht, lautet eine Antwort, ergänzt um den Zusatz: Jeder neue Betreiber wäre schlecht beraten, wenn er das Areal zur touristischen Naherholung nutzen wolle und die Öffentlichkeit ausschließe.

Oberpeinlich, diese verzweifelte Hoffnungsarie der Verantwortlichen.

Statt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wenigstens für klare juristische Verhältnisse gesorgt zu haben, setzten sie damals alles Vertrauen in einen gehätschelten Investor, der anschließend nichts zustande bringen konnte als Verheerungen in der Natur und Zaunanlagen mit Stacheldrahtverhauen.

3 Antworten zu Spadener See weiter verrammelt – Ein Beispiel für die Dämlichkeit der Privatisierer öffentlichen Eigentums…

  1. Bernd Meier sagt:

    So Zeit kann man bewundern wie die Bürgerinnen und Bürger mit dem Areal umgehen wenn ein Zugang freiwillig geöffnet wird. Zerstörung, Vermüllung und Hundekot.

    Aber das möchte dann ja keiner entfernen

  2. [...] ist nun auch in der Nordsee-Zeitung (4. August 2011) deutlich herausgestrichen worden, nachdem Seestadtpresse bereits am 24. Mai 2011 (!) diese „Dämlichkeit der Privatisierer“ betont [...]

  3. christina feuerbach sagt:

    als ich 2010 nach bremerhaven zog,freute ich mich mit meinen kindern die sommertage am see zu verbringen….ein wirklich sehr schöner see,der auch sehr schnell mit dem fahrrad zu erreichen war.Aber 2011 dann war leider zu und wir hatten keine möglichkeit mehr den sommer am wasser zu verbringen….es ist wirklich traurig und man sollte eine lösung finden,damit die öffentlichkeit im kommenden sommer dort baden kann.Würde es schade finden wenn auch dieses jahr wieder geschlossen bleiben würde.

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